Batteriespeicher & Energiehandel

Dein Haus kostet Geld. Es kann auch welches verdienen.

In jedem Grundstück mit kräftigem Netzanschluss steckt ein Vermögenswert, den fast niemand nutzt. Ein Batteriespeicher macht daraus Ertrag. Am Handel waren das 2026 je nach Konfiguration rund 40 bis 55 Euro je Kilowattstunde Kapazität im Jahr, nachgerechnet auf echten Börsenpreisen. Ab 30 Kilowatt Dauerlast am Anschluss wird der Zugang zum Regelenergiemarkt möglich. Was bei dir möglich ist, rechne ich aus, bevor du irgendetwas entscheidest.

Kostenfrei, unverbindlich und herstellerunabhängig.

2 Märkte
Großhandel und Regelenergie
60 kWh + 30 kW
Einstieg in den Handel, Regelenergie ab 84 kWh + 30 kW
Getrennt
Ersparnis und Erlös nie doppelt gerechnet
0 €
Erstgespräch, unverbindlich

Energie ist in den letzten Jahren teurer geworden, und Immobilienbesitzer spüren das jeden Monat. Die übliche Antwort darauf heißt sparen. Es gibt aber noch eine zweite: Ein Grundstück mit belastbarem Netzanschluss kann am Strommarkt mitverdienen, weil Flexibilität dort inzwischen bezahlt wird. Aus einem Kostenblock wird damit eine Ertragsposition. Ob das bei dir trägt, hängt an nachprüfbaren Größen, nicht an guten Absichten. Genau die rechnen wir hier durch.

Rückrechnung auf echten Marktdaten

Was dein Speicher 2026 verdient hätte

Kein Prospektversprechen, sondern nachgerechnet auf den tatsächlichen Marktdaten vom 1. Januar bis 24. September 2026: den Viertelstundenpreisen der Strombörse und den Ausschreibungsergebnissen für Primärregelleistung. Wähl deine Konfiguration und deine Vermarktung.

Speicher (Energieinhalt)
Wechselrichterleistung
Vermarktung

Day-Ahead-Speicher gibt es ab 60 kWh mit 30 kW. Zusätzlich den Zugang zum Regelenergiemarkt ermöglichen (Stand 26.09.2026) ausschließlich die freigegebenen Konfigurationen ab 84,48 kWh mit 30 kW. Die Wechselrichterleistung entspricht der Dauerlast, die dein Anschluss mindestens tragen muss.

– Markterlös pro Jahr
– davon Handel am Day-Ahead-Markt

* September ist nur bis zum 24. ausgewertet, der Balken umfasst 24 statt 30 Tage.

Ob dir beide Märkte offenstehen, entscheidet dein Netzanschluss. Ab 30 Kilowatt Dauerlast und mit einer freigegebenen Konfiguration wird der Zugang zum Regelenergiemarkt möglich. Ich kläre mit deinem Netzbetreiber, was bei dir freigegeben ist.

Zahlen im Detail ansehen
Monat 2026Ø LadepreisØ LieferpreisHandelRegelleistungTage mit Gratis- oder Minus-Ladefenster

Wie gerechnet wurde

Day-Ahead. Grundlage sind die Day-Ahead-Preise der Gebotszone Deutschland/Luxemburg in Viertelstundenauflösung. Angenommen ist ein Zyklus pro Tag, gerechnet für jede Konfiguration einzeln: Der Speicher lädt mit der Leistung seiner Wechselrichter in den günstigsten Viertelstunden und liefert in den teuersten. Wie tief er dabei geht, wird Tag für Tag so gewählt, dass die Marge am größten ist. Ein großer Speicher mit kleinem Wechselrichter braucht dafür länger und erwischt deshalb auch weniger günstige Viertelstunden. Der Wirkungsgrad für den Umlauf ist mit 90 Prozent angesetzt. Reine Day-Ahead-Speicher gibt es ab 60 Kilowattstunden mit 30 Kilowatt. Für den Regelenergiemarkt sind (Stand 26.09.2026) ausschließlich die Konfigurationen ab 84,48 Kilowattstunden mit 30 Kilowatt freigegeben. Wer „Day-Ahead + Regelenergie“ wählt, sieht deshalb nur diese.

Regelenergie. Grundlage sind die tatsächlichen Zuschlagspreise für Primärregelleistung im deutschen Regelblock, sechs Vier-Stunden-Produkte je Tag. Vergütet wird die vorgehaltene Leistung, unabhängig vom Abruf. Vorgehalten wird die volle Wechselrichterleistung der gewählten Konfiguration. Über 266 Tage summierten sich die Leistungspreise auf rund 121.200 Euro je Megawatt, für die Einstiegsstufe mit 30 Kilowatt also gut 3.600 Euro.

Warum eine Spanne und keine Summe. Wer Regelleistung vorhält, bindet dafür Leistung, die in dieser Zeit nicht für den Handel zur Verfügung steht. Beide Märkte lassen sich deshalb nicht einfach addieren. Die untere Zahl entspricht der stärkeren Einzelvermarktung, die obere der vollen Summe. Wo das Ergebnis dazwischen landet, entscheidet die laufende Aufteilung im Betrieb.

Aufs Jahr hochgerechnet bringt der Handel allein je nach Konfiguration rund 40 bis 55 Euro je Kilowattstunde Speicherkapazität. Am oberen Ende liegen Konfigurationen, deren Wechselrichter den Speicher in ein bis zwei Stunden füllen, am unteren die mit viel Kapazität an kleiner Leistung. Bemerkenswert ist dabei weniger der Durchschnitt als die Verteilung: Im Februar lagen zwischen Laden und Liefern im Schnitt 6,4 Cent, im September 22,1 Cent. Und an 86 der 267 Tage war das günstigste Ladefenster gratis oder im Minus, im April sogar an 19 von 30 Tagen bei durchschnittlich minus 2,1 Cent je Kilowattstunde. Wer in diesen Stunden lädt, bekommt Geld dafür.

Insgesamt lagen 1.836 Viertelstunden im negativen Bereich, das sind rund 459 Stunden oder 7,2 Prozent des Jahres. Der tiefste Preis war minus 50,0 Cent, der höchste 74,7 Cent je Kilowattstunde.

Datengrundlage: Day-Ahead-Preise der Gebotszone DE-LU über die Energy-Charts des Fraunhofer ISE, Zuschlagspreise der Primärregelleistung über die Ausschreibungsplattform der vier Übertragungsnetzbetreiber. Beide abgerufen am 25. September 2026. Eigene Berechnung, keine Marktprognose und keine Zusicherung von Erträgen.

Der entscheidende Hebel

Wie viel dein Anschluss hergibt, weißt du noch nicht

Die Zahl oben wächst mit Kapazität und Wechselrichterleistung. Und wie viel davon du überhaupt betreiben darfst, hängt an einer einzigen Größe, die fast niemand kennt: der Leistung, die dein Netzbetreiber an deinem Anschluss tatsächlich freigibt.

1

Typenschild ist nicht Freigabe

Jede Batterie lädt und entlädt über einen Wechselrichter. Schon der kleinste im Konzept leistet 30 Kilowatt und braucht deshalb 30 Kilowatt Dauerlast am Anschluss. Ob die frei sind, sagt allein die netztechnische Stellungnahme.

2

Reserve, von der du nichts weißt

Gerade Gewerbe-, Hof- und Betriebsanschlüsse sind oft deutlich größer dimensioniert als der heutige Verbrauch. Diese Reserve ist bares Ertragspotenzial, das ungenutzt herumliegt.

3

Wer zuerst fragt, bekommt zuerst

Anschlusskapazität wird in der Reihenfolge der Anfragen vergeben. Wer wartet, bis das Thema alle bewegt, findet unter Umständen keine Kapazität mehr vor.

Warum das Thema gerade jetzt Fahrt aufnimmt

Nicht wegen der Technik. Die gibt es längst. Sondern weil sich zwei Dinge gleichzeitig verändert haben: die Preisstruktur am Markt und der Zugang für kleine Anlagen.

Je mehr Solar- und Windleistung im Netz steht, desto stärker schwanken die Börsenpreise im Tagesverlauf. Mittags drückt viel Erzeugung den Preis nach unten, bis in den negativen Bereich. Abends, wenn die Sonne weg ist und der Verbrauch steigt, geht er nach oben. Genau diese Spanne ist das, womit ein Speicher arbeitet.

Dazu kommt der regulatorische Druck: Seit dem Solarspitzengesetz entfällt bei negativen Preisen die Einspeisevergütung. Wer in diesen Stunden ins Netz einspeist, bekommt nichts. Und mit § 14a EnWG sowie dynamischen Tarifen wird die Stunde, in der Strom fließt, zur wirtschaftlich relevanten Größe.

Der zweite, wichtigere Punkt betrifft die Größe. Bisher blieben Gewerbespeicher außen vor, weil klassische Direktvermarkter Mindestgrößen ansetzen, die kaum ein mittelständischer Betrieb erreicht. Über die Bündelung vieler dezentraler Speicher zu einem virtuellen Kraftwerk fällt diese Hürde. Und die Vermarktung von Sekundärregelleistung für solche gebündelten Kleinanlagen ist nach aktuellem Stand der Anbieter für 2027 angekündigt. Das ist der Grund, warum ich das Thema jetzt in die Beratung aufnehme und nicht erst, wenn alle es tun.

Wichtig dabei: Angekündigt heißt nicht verfügbar. Erlöse aus Regelleistung gehören erst dann in eine Wirtschaftlichkeitsrechnung, wenn die konkrete Vermarktung vertraglich vereinbart ist. Bis dahin sind sie Potenzial, keine Einnahme.

Die Spanne, von der ein Speicher lebt

Ein Speicher verdient nicht am Strompreis, sondern am Unterschied zwischen zwei Uhrzeiten. Und dieser Unterschied wächst, weil immer mehr Photovoltaik mittags gleichzeitig einspeist.

Preisspreizung an einem sonnigen Sonntag: 2016, 2026 und 2030 2016 lag der Börsenpreis zwischen 3,1 und 11,0 Cent je Kilowattstunde, eine Spanne von 7,9 Cent. 2026 zwischen minus 6,0 und 22,0 Cent, eine Spanne von 28,0 Cent. 2030 zwischen minus 25,0 und 30,0 Cent, eine Spanne von 55,0 Cent. 30 ct 15 ct 0 ct −15 ct −30 ct Preis im Minus 7,9 ct 2016 41 GWp installiert PV-Spitze 45 % 28,0 ct 2026 heute 105 GWp installiert PV-Spitze 114 % 55,0 ct 2030 215 GWp Ausbauziel PV-Spitze 246 %

Die Balken zeigen denselben Tag, einen sonnigen Sonntag mit niedrigem Verbrauch, unter drei verschiedenen Ausbaustufen. 2016 lagen zwischen dem günstigsten und dem teuersten Zeitpunkt knapp acht Cent. Heute sind es rund 28 Cent, weil die Photovoltaik in der Spitze bereits mehr liefert, als Deutschland in diesem Moment verbraucht, und der Preis ins Minus rutscht. Beim Ausbauziel für 2030 wären es 55 Cent an einem einzigen Tag.

Das ist der ganze Geschäftsfall in einem Bild. Wer mittags aufnimmt und abends liefert, arbeitet mit dieser Spanne. Und wer ohne Speicher einspeist, verschenkt in den negativen Stunden nicht nur die Vergütung, sondern zahlt im ungünstigen Fall drauf.

Eigene schematische Darstellung eines sonnigen Sommersonntags mit niedrigem Verbrauch, auf Basis der installierten Photovoltaikleistung und des Ausbauziels für 2030. Der Preisverlauf ist aus der Residuallast abgeleitet, also aus dem, was nach Abzug der Sonne zu decken bleibt. Keine Marktprognose und keine Zusicherung von Erträgen.

Speichernachrüstung für Privat, Gewerbe und Gemeinden

Wir beginnen mit Beratung und Qualifizierung. Anschließend analysieren wir den Standort und das mögliche Potenzial der Bestands-PV-Anlage. Für Eigenheimbesitzer erfolgt die Umsetzung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Gewerbe und Investoren betreuen wir bundesweit. Kommunale Vorhaben stimmen wir projektbezogen ab.

Zwei Wege, ein Gerät

Der entscheidende Unterschied ist nicht die Batterie. Es ist die Frage, auf welcher Seite des Verbrauchszählers sie steht.

Modell A · vor dem Zähler

Flexibilität am Markt vermarkten

Der Speicher steht auf der Netzseite des Zählers und wird zum eigenständigen Marktteilnehmer. Er kauft Strom, wenn er günstig ist, und liefert, wenn die Preise steigen. Ein Vermarkter steuert den Einsatz rund um die Uhr.

  • Verdient an der Preisdifferenz zwischen Einkauf und Verkauf
  • Zusätzlich Zugang zum Regelenergiemarkt möglich
  • Eigene Messeinrichtung erfasst den Energiefluss
  • Passt für Gewerbe, Landwirtschaft und größere Grundstücke

Der Knackpunkt: Entscheidend ist nicht die Wechselrichterleistung, sondern die Leistung, die der Netzbetreiber am Anschluss tatsächlich freigibt. 30 Kilowatt auf dem Typenschild des Wechselrichters heißen nicht, dass jederzeit 30 Kilowatt handelbar sind.

Modell B · hinter dem Zähler

Eigenen Solarstrom besser nutzen

Der Speicher sitzt hinter dem Verbrauchszähler. Er deckt zuerst den eigenen Bedarf und macht aus dem Mittagsüberschuss den Abendstrom. Überschüsse können je nach Vertrag zusätzlich vermarktet werden.

  • Senkt direkt die eigene Stromrechnung
  • Schützt vor dem Vergütungsausfall in negativen Preisstunden
  • Lastspitzenkappung und dynamische Tarife nutzbar
  • Passt für Eigenheim, Mehrfamilienhaus und Betriebsgebäude

Der Knackpunkt: Dieselbe Kilowattstunde kann entweder selbst genutzt oder verkauft werden, nie beides. Ersparnis und Verkaufserlös gehören deshalb in zwei getrennte Rechnungen. Wer sie addiert, rechnet sich reich.

Cross-Market: zwei Märkte, eine Strategie

Wer vor dem Zähler vermarktet, hat nicht nur einen Markt zur Verfügung, sondern zwei. Sie funktionieren grundlegend verschieden, und genau darin liegt der Reiz.

Großhandelsmarkt

Der kurzfristige Energiemarkt der europäischen Strombörse. Hier werden echte Strommengen gehandelt: laden bei Tiefpreis, liefern bei Hochpreis. Hohe Liquidität, transparente Preise, aber auch die volle Schwankung, die Wetter und Nachfrage mitbringen.

Regelenergiemarkt

Hier wird keine Energie gehandelt, sondern Bereitschaft. Die vier Übertragungsnetzbetreiber halten die Netzfrequenz bei 50 Hertz und bezahlen dafür vorgehaltene Leistung, unabhängig davon, ob sie tatsächlich abgerufen wird. Das macht diesen Erlös planbarer.

Die Kombination

Eine Software verteilt die Speicherleistung laufend zwischen beiden Märkten, je nachdem, wo gerade mehr zu holen ist. Nebeneffekt: Der Speicher zyklt nicht bei jedem Preissignal, sondern nur, wenn es sich lohnt. Das schont die Zellen.

Wie so ein Handelstag abläuft

Am Vortag um 12 Uhr läuft die Day-Ahead-Auktion und setzt für jede Viertelstunde des Folgetags einen Preis. Um 15 Uhr folgt die Intraday-Auktion, in der Positionen angepasst werden. Ab Mitternacht läuft dann der kontinuierliche Intraday-Handel, in dem der Markt in Echtzeit auf Prognosen und unvorhergesehene Ereignisse reagiert.

Für einen Speicher ist die letzte Phase die entscheidende. Während ein konventionelles Kraftwerk seinen Fahrplan lange vorher festlegen muss, kann eine Batterie ihre Position bis kurz vor der Lieferung korrigieren. Diese Reaktionsfähigkeit ist der eigentliche Wettbewerbsvorteil, nicht die Kapazität auf dem Datenblatt.

Regelenergie: drei Produkte, ein Ziel

Der Regelleistungsmarkt ist gestaffelt nach Reaktionszeit. Für Batteriespeicher sind nur zwei der drei Produkte wirtschaftlich interessant.

MerkmalFCR · PrimärreserveaFRR · SekundärreservemFRR · Minutenreserve
Aktivierungunter 30 SekundenVollaktivierung unter 5 MinutenAbruf bis 15 Minuten
Auslösungfrequenzgesteuert, automatischAbruf durch den NetzbetreiberAbruf durch den Netzbetreiber, manuell
Gebotsrichtungpositiv und negativ (symmetrisch)positiv oder negativ (asymmetrisch)positiv oder negativ
Vergütungnur vorgehaltene LeistungLeistung und abgerufene ArbeitLeistung und abgerufene Arbeit
Eignung für SpeicherIdeal, schnellste ReaktionSehr gut, höchstes ErlöspotenzialUnattraktiv, Vorteil verpufft

Batteriespeicher sind für diese Aufgabe technisch überlegen: Sie nehmen innerhalb von Sekunden Leistung auf oder geben sie ab, während konventionelle Kraftwerke Minuten bis Stunden zum Anfahren brauchen. Je schneller eine Anlage reagiert, desto wertvoller ist sie fürs Netz. Bei aFRR greifen beide Vergütungskomponenten, deshalb liegt dort das größte Potenzial, und deshalb ist die angekündigte Öffnung für gebündelte Kleinanlagen der eigentliche Hebel für 2027.

Wie kleine Speicher überhaupt an den Markt kommen

Einzeln ist ein Gewerbespeicher nicht marktfähig. Transaktionskosten und regulatorischer Aufwand fressen den Ertrag. Im Schwarm werden viele kleine Speicher wie ein großer behandelt, und genau das macht sie für den Regelenergiemarkt interessant. Der Einstieg in den Handel beginnt bei 60 Kilowattstunden mit 30 Kilowatt Wechselrichterleistung, der Regelenergiemarkt öffnet sich ab 84 Kilowattstunden mit 30 Kilowatt.

Aggregieren

Viele dezentrale Speicher ab 60 Kilowattstunden an verschiedenen Standorten werden zu einer virtuellen Batterie zusammengefasst. Kapazität, Leistung und Flexibilität werden gebündelt und damit erst handelbar.

Handeln

Eine Software optimiert rund um die Uhr und weist jedem Speicher seine Position zu. Vorqualifizierte Handelspartner treten im Wettbewerb an, was die Konditionen drückt.

Disaggregieren

Die erzielten Erlöse werden auf die einzelnen Speicher zurückgerechnet und im Portal sichtbar gemacht. Du siehst, was deine Anlage erwirtschaftet hat, nicht nur was der Pool insgesamt erzielt hat.

Die vier Fragen, die ich für dich kläre

Diese vier Größen bewegen die Wirtschaftlichkeit stärker als alles andere. Ein Anbieter, der dir ein Angebot macht, ohne sie beantwortet zu haben, rechnet mit Platzhaltern. Ich kläre sie vorher.

Die erzielten Marktpreise

Nicht der Durchschnittspreis zählt, sondern die tatsächlich erreichte Spanne zwischen Laden und Liefern. Davon gehen Stromeinkauf, Speicherverluste und Vermarktergebühren ab. Die erste Frage an jede Prognose lautet: Sind diese Posten schon abgezogen?

Die nutzbare Anschlussleistung

Was der Netzbetreiber freigibt, begrenzt alles Weitere. Deshalb hole ich die netztechnische Stellungnahme ein, bevor wir über Erlöse sprechen.

Die laufenden Kosten

Betriebsführung, Versicherung, Wartung, Vermarktergebühr und Finanzierung. Sie laufen weiter, auch in einem schwachen Jahr.

Die Verfügbarkeit

Ein Speicher verdient nur, wenn er am Netz ist. Ausfallzeiten und Reparaturen gehören in die Rechnung. Steuerliche Abschreibungen verschieben die Liquidität, sind aber kein zusätzlicher Erlös, und eine technische Garantie ersetzt keine Erlösprognose.

So entsteht deine Projektrechnung

In dieser Reihenfolge, nicht in einer anderen. Jeder Schritt liefert die Grundlage für den nächsten.

Standort begehen

Aufstellfläche, Fundament, Zuwegung, Elektroinstallation und Abstände. Hier entscheidet sich ein großer Teil der Nebenkosten, die in Prospektrechnungen gern fehlen.

Netz klären

Die netztechnische Stellungnahme sagt, welche Leistung am Anschluss wirklich verfügbar ist und welche Maßnahmen der Netzbetreiber verlangt.

Prognose einholen

Erst wenn die Anlage technisch feststeht, entsteht eine Erlösprognose für genau diese Anlage, statt für ein Musterprojekt. Dabei klären wir auch, welche Märkte im Vertrag tatsächlich enthalten sind.

Gegenüberstellen

Gesamtkosten gegen erwartete Überschüsse, in mehreren Szenarien. Am Ende steht eine Bandbreite für die Amortisation, die du nachrechnen kannst.

Rechne mit Vorlauf. Zwischen der ersten Anfrage und einer belastbaren Zahl liegen je nach Netzbetreiber mehrere Wochen, allein die netztechnische Stellungnahme braucht ihre Zeit. Wer das Marktfenster ab 2027 nutzen will, fängt deshalb nicht 2027 an, sondern mit Schritt eins. Der kostet dich nichts.

Häufige Fragen

Die Fragen, die mir zum Thema Speicher und Vermarktung am häufigsten gestellt werden.

Nicht in voller Höhe. Wer die Flexibilität vollständig am Markt vermarktet, kann dieselbe Kapazität nicht gleichzeitig für die Eigenverbrauchsoptimierung reservieren. Was hinter dem Zähler sehr wohl geht: eigenen Bedarf zuerst decken und die verbleibenden Überschüsse vermarkten. Entscheidend ist, dass beide Vorteile getrennt gerechnet werden und dieselbe Kilowattstunde nur einmal zählt.

Nicht zwingend. Klassische Direktvermarkter setzen Mindestgrößen an, die Gewerbespeicher nicht erreichen. Im Speicherschwarm werden viele kleine Speicher wie ein großer behandelt. Der Handel am Day-Ahead-Markt beginnt bei 60 Kilowattstunden, der Zugang zum Regelenergiemarkt bei 84 Kilowattstunden. Weil jede Batterie über einen Wechselrichter lädt und entlädt und der kleinste im Konzept 30 Kilowatt leistet, braucht dein Anschluss mindestens 30 Kilowatt Dauerlast. Ob sich das für deine Anlage rechnet, hängt vom Vertrag, den Gebühren und der freigegebenen Anschlussleistung ab. Das prüfe ich im Einzelfall.

Die sind das eigentliche Zukunftsthema, weil sie planbarer sind als der reine Handelserlös: Vergütet wird die Bereitschaft, nicht nur die gelieferte Energie. Für gebündelte Kleinanlagen ist die Sekundärregelvermarktung nach aktuellem Stand der Anbieter für 2027 angekündigt. Solange sie nicht verfügbar und vertraglich vereinbart ist, rechne ich sie nicht ein. Angekündigtes Potenzial gehört nicht in eine Amortisationsrechnung.

Weil die Investition vom Standort abhängt: Netzanschluss, Fundament, Aufstellung und Elektroinstallation stehen erst nach Begehung und netztechnischer Stellungnahme fest. Jede Amortisationszeit davor wäre geraten. Den Ertrag dagegen kann ich dir schon jetzt auf echten Marktdaten zeigen, oben im Rechner. Die belastbare Bandbreite für deinen Standort bekommst du, sobald die Grundlagen vorliegen.

Der Gerätepreis ist nur ein Teil. Dazu kommen Projektierung, Fundament, Aufstellung und Elektroinstallation, je nach Standort auch Maßnahmen am Netzanschluss. Diese Positionen stehen erst nach Begehung und netztechnischer Stellungnahme fest. Wer dir vorher eine Endsumme nennt, arbeitet mit Platzhaltern.

Ich berate herstellerunabhängig und koordiniere die Umsetzung mit Fachpartnern aus meinem Netzwerk. Mein Interesse liegt darin, dass die Rechnung am Ende aufgeht, nicht daran, ein bestimmtes Gerät zu platzieren.

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