Wie gerechnet wurde
Day-Ahead. Grundlage sind die Day-Ahead-Preise der Gebotszone Deutschland/Luxemburg in Viertelstundenauflösung. Angenommen ist ein Zyklus pro Tag, gerechnet für jede Konfiguration einzeln: Der Speicher lädt mit der Leistung seiner Wechselrichter in den günstigsten Viertelstunden und liefert in den teuersten. Wie tief er dabei geht, wird Tag für Tag so gewählt, dass die Marge am größten ist. Ein großer Speicher mit kleinem Wechselrichter braucht dafür länger und erwischt deshalb auch weniger günstige Viertelstunden. Der Wirkungsgrad für den Umlauf ist mit 90 Prozent angesetzt. Reine Day-Ahead-Speicher gibt es ab 60 Kilowattstunden mit 30 Kilowatt. Für den Regelenergiemarkt sind (Stand 26.09.2026) ausschließlich die Konfigurationen ab 84,48 Kilowattstunden mit 30 Kilowatt freigegeben. Wer „Day-Ahead + Regelenergie“ wählt, sieht deshalb nur diese.
Regelenergie. Grundlage sind die tatsächlichen Zuschlagspreise für Primärregelleistung im deutschen Regelblock, sechs Vier-Stunden-Produkte je Tag. Vergütet wird die vorgehaltene Leistung, unabhängig vom Abruf. Vorgehalten wird die volle Wechselrichterleistung der gewählten Konfiguration. Über 266 Tage summierten sich die Leistungspreise auf rund 121.200 Euro je Megawatt, für die Einstiegsstufe mit 30 Kilowatt also gut 3.600 Euro.
Warum eine Spanne und keine Summe. Wer Regelleistung vorhält, bindet dafür Leistung, die in dieser Zeit nicht für den Handel zur Verfügung steht. Beide Märkte lassen sich deshalb nicht einfach addieren. Die untere Zahl entspricht der stärkeren Einzelvermarktung, die obere der vollen Summe. Wo das Ergebnis dazwischen landet, entscheidet die laufende Aufteilung im Betrieb.
Aufs Jahr hochgerechnet bringt der Handel allein je nach Konfiguration rund 40 bis 55 Euro je Kilowattstunde Speicherkapazität. Am oberen Ende liegen Konfigurationen, deren Wechselrichter den Speicher in ein bis zwei Stunden füllen, am unteren die mit viel Kapazität an kleiner Leistung. Bemerkenswert ist dabei weniger der Durchschnitt als die Verteilung: Im Februar lagen zwischen Laden und Liefern im Schnitt 6,4 Cent, im September 22,1 Cent. Und an 86 der 267 Tage war das günstigste Ladefenster gratis oder im Minus, im April sogar an 19 von 30 Tagen bei durchschnittlich minus 2,1 Cent je Kilowattstunde. Wer in diesen Stunden lädt, bekommt Geld dafür.
Insgesamt lagen 1.836 Viertelstunden im negativen Bereich, das sind rund 459 Stunden oder 7,2 Prozent des Jahres. Der tiefste Preis war minus 50,0 Cent, der höchste 74,7 Cent je Kilowattstunde.
Datengrundlage: Day-Ahead-Preise der Gebotszone DE-LU über die Energy-Charts des Fraunhofer ISE, Zuschlagspreise der Primärregelleistung über die Ausschreibungsplattform der vier Übertragungsnetzbetreiber. Beide abgerufen am 25. September 2026. Eigene Berechnung, keine Marktprognose und keine Zusicherung von Erträgen.